Das Wattenmeer unserer Region
Bei vielen Urlaubsentscheidungen hat die Natur ein wichtiges Wort mitzureden. Denn sie bestimmt das Lebensgefühl und den hohen Erholungswert unserer Region.
"Mutter Natur" ist oft auch für die landschaftlichen Besonderheiten von Tönning und dem nahe liegenden Naturerlebnisraum Katinger Watt verantwortlich. Das zeigt sich in der Kraft von Wasser und Wind, die nicht müde werden, die maritime Silhouette beständig neu zu zeichnen. Das lässt sich bei der Begegnung mit der reichen Pflanzen- und Tierwelt zwischen Watt und Wald empfinden. Und das hat seinen Ausdruck sogar in mancher herausragenden Vielfalt: Zur unserer Urlaubsregion gehören auch die größten Salzwiesen und das weitläufigste Waldgebiet an Schleswig-Holsteins Nordseeküste.
Das Wattenmeer
Das Wattenmeer der Halbinsel Eiderstedt ist Teil des riesigen maritimen Ökosystems, das sich von den dänischen Küsten entlang der deutschen Nordsee bis in die Niederlande erstreckt. Auf 4500 Quadratkilometer beziffern Fachleute die gesamte Fläche.
Anders als der Laie denken könnte, ist das Watt keineswegs „ausgestorben”, wenn das Wasser bei Ebbe zurückweicht. Zahllose Tiere tolerieren unverdrossen das Hin und Her der Gezeiten. Da gibt es Plattfische und Grundeln, Würmer und Insekten, Krebse und Krabben, Seeigel und Seesterne. Bis zu 70 Vogelarten lockt dieses gehaltvolle Nahrungsangebot an.
Unspektakulär, aber genial zeigt sich die Pflanzenwelt im Watt. Seegräser und Algen bleiben klein und unauffällig, damit der Wassersog sie nicht aus dem lockeren Sandboden reißt.
Die Priele
Ein besonders markantes Zeichen für die ständigen Einwirkungen des Meeres auf die Landschaftsgestalt sind die Priele im Watt. Dabei handelt es sich um natürliche Wasserrinnen, die bei Flut und Ebbe gefüllt und geleert werden. Je nach Strömungsrichtung und -intensität werden Sand und Schlick wegtransportiert oder angeliefert. Das hat zur Folge, dass sich der Verlauf der Priele permanent verlagert. Innerhalb eines Jahres "wandern" die Wasserrinnen oft viele Meter seitwärts, vergrößern sich oder verschwinden auch völlig.
Sicherheit im Watt
Das Meer hat bekanntlich seine eigenen Gesetze, denen es ohne Rücksicht auf menschliche Gepflogenheiten folgt. Deshalb sollten Sie bei einer Wattwanderung verschiedene Regeln beherzigen. Am besten vertrauen Sie sich einem erfahrenen Wattführer an; dann sind Sie vor Fehleinschätzungen der Witterung und der Gezeiten sicher. Wollen Sie dennoch auf eigene Faust wandern, so starten Sie am besten zwei Stunden vor Niedrigwasser, niemals aber bei auflaufendem Wasser. Berechnen Sie sorgfältig die Zeit für den Rückweg, bevor Sie loswandern, und bedenken Sie, dass die Priele zuerst voll laufen und Sie möglicherweise vom Festland abschneiden. Grundsätzlich sollten Sie nur bei klarer Sicht und gutem Wetter unterwegs sein; in jedem anderen Fall kann der Aufenthalt im Watt lebensgefährlich sein.
Führungen durch Wattenmeer und Salzwiesen
Seit 1996 arbeiten zahlreiche Ranger der NationalparkService GmbH im Nationalpark Wattenmeer und werben für den Naturschutz. Sie informieren über den Nationalpark und bieten naturkundliche Führungen an. Wattwanderungen gehören genauso zu ihrem Programm wie Salzwiesen- Exkursionen, vogelkundliche Beobachtungen und vieles mehr. Telefon 04861-96200
Bei den Wattwanderungen mit der Schutzstation Wattenmeer können Sie eine faszinierende Welt erleben. Interessant sind auch Beobachtungen an den Rastplätzen der Zugvögel oder an den Brutgebieten der Strandvögel. Auf Salzwiesenführungen und am Spülsaum lässt sich manches überraschende entdecken.
Die genauen Termine für Wattwanderungen erfragen Sie bitte jeweils direkt in der Touristinformation in Tönning, Tel.: 04861-61420







