Sehr geehrte Tönningerinnen und Tönninger,
sehr geehrte Gäste,
im Januar 2026 fand ein Pressetermin im Kreishaus in Husum statt, in dem die wesentlichen Ergebnisse des Gutachtens “Betrachtung negativer Effekte einer Vollsperrung der Eiderbrücke für die regionale Wirtschaft” durch Herrn Böttcher (CIMA) vorgestellt wurden. Die Landräte Florian Lorenzen und Torben Schütt haben nochmals die Bedeutung der Eiderbrücke herausgestellt und die Forderungen der Region nach einer Abwägung einer Sanierung gegenüber einem Ersatz- bzw. Behelfsbrückenbau sowie nach einer Minimalisierung der Beeinträchtigungen durch eine notwendige Vollsperrung bekräftigt. Anschließend hat Herr Quirmbach (LBV.SH) Stellung genommen und auf das Gutachten reflektiert sowie zum aktuellen Stand ausgeführt.
Herr Quirmbach hat den Stand der Vorplanung dargestellt. Hier haben sich keine wesentlichen Veränderungen zu den bisherigen Informationen ergeben. Insbesondere haben die Vertreter des LBV keine konkrete, verlässliche Dauer für eine Vollsperrung noch den konkreten Umsetzungszeitraum benannt. Dies sei derzeit noch nicht verlässlich möglich, da man sich noch nicht in der Entwurfsplanung befinde.
Als nächstes sollen die Gespräche und Abstimmungen mit der Wasserschifffahrtsverwaltung konkretisiert werden. Diese seien für die weitere Planung entscheidend, insbesondere im Hinblick auf die Thematik, ob während des Ersatzes der Klappbrücke eine Platte aufgelegt werden könne, damit während dieser Bauphase zumindest eine einspurige Befahrung der Brücke möglich sei. Herr Quirmbach wird dabei auch das vorgelegte Gutachten der CIMA als Argument einer vorrangigen Betrachtung und Berücksichtigung des Autoverkehrs vor den Belangen der Schifffahrt auf der grundsätzlich bevorrechtigten Bundeswasserstraße Eider mit anbringen.
Im Übrigen haben Herr Topf (Verein Infrastruktur Westküste), Herr Dr. Hüppauf (WiFöG NF), Frau Doris Ipsen (GF Unternehmensverband Unterelbe-Westküste) und ich nochmals auf die Beeinträchtigungen durch eine Vollsperrung, auch unter Bezugnahme auf schon vorhandene Verkehrseinschränkungen durch den Ausbau der B 5 etc. mit Blick auf die unterschiedlichen Betroffenen (Gewerbetreibende, Pendler, Schüler/innen, Touristen etc.) mit Nachdruck aufmerksam gemacht und somit nochmals eine Minimalisierung der Beeinträchtigung und entsprechende Berücksichtigung im Rahmen der weiteren Planungen gefordert. Daneben haben wir eine funktionierende Koordination der Baumaßnahme, nicht nur mit weiteren Maßnahmen des LBV, sondern auch mit örtlichen Planungen und Baumaßnahmen, sowie eine vorausschauende und verlässliche Kommunikation gefordert.
Dorothe Klömmer - Bürgermeisterin der Stadt Tönning



